Beeindruckend reifere Menschen nutzen massiv das Internet !

Der Irrglaube das nur „junge“ Menschen das Internet und vor allem mobile Endgeräte benutzen ist mit der folgenden Statistik wiederlegt:

Infografik: Die Silver-Surfer kommen | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Ab 70 jährige haben von 2015 bis 2017 eine Steigerung der Nutzung um über 41 % zugelegt. Bei den 60 bis 69 jährigen sind es immerhin auch noch über 14 %.

Gerade bei Finanzdienstleistern sollte deshalb diese Entwicklung für positive Stimmung sorgen. Den nun können diese wichtigen – weil sehr finanzstarken Nutzergruppen digital bedient werden. Allerdings muss dabei auch eine wichtige Konsequenz mit erfüllt werden. Gerade diese Nutzergruppe erwartet zum Beispiel folgendes:

  1. Eine perfekt auf die Nutzergruppe abgestimmte User-Experience
  2. Perfekte Lesbarkeit
  3. Optimale Anpassbarkeit der Inhalte  mit praktischen Basis-Einstellungen
  4. Hohe Qualität in den angebotenen Informationen
  5. Erreichbarkeit von persönlichen Ansprechpartnern – bei entsprechendem Bedarf
  6. Reifere Menschen haben eine angepasste Risikowahrnehmung – dieser Tatsache müssen vorgegebene Sicherheitsfunktionen folgen
  7. Die Erwartungshaltung von reiferen Menschen das Technologie Nutzenbringer ist und kein Selbstzweck

Ergänzend dazu empfehle ich auch die Studie des DIVSI:

Beispiel Zitat aus der Ü60 DIVSI Studie:

Die über 60-Jährigen haben unterschiedliche Verhaltensweisen entwickelt, um mit den Risiken bzw. Unsicherheiten im Internet umzugehen.

  • Ü60-Jährige verzichten auf Angebote, die ihnen zu unsicher erscheinen:
    • Allen Services, bei denen es um das eigene Geld geht (Online-Banking, Online-Shopping) oder
      die persönlichen Daten (Soziale Netzwerke), begegnen sie mit Skepsis.
    • Sie verzichten eher als die Gesamtbevölkerung auf bestimmte Dienste aufgrund von
      Sicherheitsbedenken

Passend zu dieser Analyse auch der Artikel aus dem Bank Blog:

Bankkunden auf neuen Wegen ?

Zitat: Mobile Banking verdrängt weiter klassisches Online-Banking !

Binnen fünf Jahren stieg der Anteil des Mobile-Bankings an allen Interaktionen deutscher Bankkunden um 17 Prozentpunkte. Das Erledigen von Bankgeschäften per Smartphone oder Tablet liegt inzwischen gleichauf mit dem Online-Banking, das in dieser Zeit 15 Prozentpunkte verlor. Der Anteil der Filialen und Kontaktcenter hat sich dagegen kaum verändert.

Mein persönliches Fazit für die eigene Strategie und Projekte bei Apps/Webseiten:

  1. Das Design sollte in jedem Fall auch von Nutzergruppen ab 60 Jahre getestet und abgenommen werden
  2. Die verwendeten Geschäftsprozesse sollten Sicherheitsinformationen transparent für den Nutzer anzeigen
  3. Auch diese Nutzergruppe möchte Spass und Kommunikation am mobilen Endgerät entdecken
  4. Skeptiker müssen durch aktive Kommunikation und passende IT-Lösungen überzeugt werden um dann zu aktiven Nutzern zu werden
  5. Eine Bank ohne zielgruppenorientierte Apps wird Kunden der starken Nutzergruppen ab 60 Jahren verlieren !
  6. Die Webseite verliert mehr und mehr an Bedetung
  7. Kundenbindung über eine eigene App ist nicht mehr ein Add On sondern eine geschäftskritische Notwendigkeit

Ich freue mich auf Kommentare und weitere Best-Practice Hinweise

Euer Hybridbanker


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