Braucht eine Bank mehr als eine App ?

Aktuell stellen sich einige verantwortliche Manager in Banken eine wichtige Frage.

Wie entwickelt sich das mobile Nutzungsverhalten der Kunden einer Bank ?

Dabei ist festzustellen, dass alle Kommunikation rund um SocialMedia und eCommerce die Treiber der Nutzung von Smart-Phones und Tablets sind. Die Bank ist hier kein primärer Nutzungstreiber. In Konsequenz der exponential steigenden Nutzung durch SocialMedia und eCommerce müssen Banken sich nun die Frage stellen sind wir mit „einer“ App da noch gut aufgestellt – haben wir die mobile Entwicklung richtig eingeschätzt ?

Die meisten Banken haben den Weg der „ein“ App Strategie schon verlassen. Es gibt die Smart-Secure App (ING-Diba), Sparda-Secure App (Sparda-Banken) oder S-pushTAN der Sparkassen.

Damit muss Kunden kommuniziert werden das es „mehr“ wie „eine“ App von der Hausbank geben wird. Meine Empfehlung ist nun eine ganz klare Aufteilung in die Transaktionsapp die alle ausführenden Aktionen die mit Geld verbunden sind ausführt und eine Service-App die sich um Service-Funktionen und vor allem auch Kommunikation zum Kunden kümmern wird.

Die Entkoppelung der transaktionsorientierten App von einer Service-App hat viele Vorteile in der technologischen Entwicklung und in der Kommunikation zum Kunden. Man denke hier nur an Releasezyklen wenn man als Bank nur „eine“ Banking App hat.

Damit präferiere ich eine 3 App Strategie für Banken:

  • App 1 Transkationsorientierung + Bezahlfunktionen
  • App 2 Digitale Unterschrift unter bestimmte Transaktionen
  • App 3 Service-Funktionen und direkte Kundenkommunikation

Diese Strategie wird aus meiner Sicht direkt unterstützt durch den folgenden Artikel:

Nutzung Mobile Banking 2015 aus Der Bank Blog

Der Artiekel ist eine hervorragende Zusammenfassung, die direkt aufzeigt wo aktuell Prioritäten von Banken liegen sollten.

Der Bank Blog hat folgende 7 Schlussfolgerungen getroffen:

  1. Der Trend zum mobilen Banking ist Realität. Kunden wollen Mobile Banking!
  2. Sie sollten daher schnellstens überprüfen, wo die Werte Ihres Instituts liegen und falls sie unterdurchschnittlich sind, woran dies liegen könnte.
  3. Banken und Sparkassen müssen bestehende Web Angebote mobil optimieren. (Nebenbei bemerkt eine gute Gelegenheit zum Ausmisten).
  4. Neue mobile Angebote sind (Device-abhängig) zu entwickeln und umzusetzen.
  5. Bieten Sie mobilen Nutzern eine herausragende Erfahrung beim Besuch Ihrer Webseite.
  6. Erfolgreich werden Mehrwertangebote mit echtem Kundennutzen sein, die eine umfassende und integrierte Customer Experience bieten. Hierin besteht auch eine Möglichkeit zur Differenzierung im Markt.
  7. Mobile Banking ist keine Insel. Nur eine ganzheitliche und integrierte Omnikanal-Strategie ist der Schlüssel zum zukünftigen Erfolg.

Hier die drei Empfehlung des Hybridbankers

  1. Die App-Strategie hinterfragen und nutzerorientiert mehrere Apps anbieten (z.B. 3 App Strategie)
  2. Kundenkommunikation in der App direkt anbieten (z.B. WhatsApp)
  3. Echte Servicefunktionen wie kundenfreundliche Alarmierungen anbieten (z.B. Push-Kontostand)

Ihr Hybridbanker


Comments

  1. Hansjörg Leichsenring
    5. März 2016 - 10:51

    Die 3 Empfehlungen kann ich restlos unterstützen

    VG

    Hansjörg Leichsenring

  2. Ich finde Number26 hat das ganz gut umgesetzt.

    • Das würde ich geteilt sehen – Number26 hat auch seine ausführenden Transaktionen integriert. Was ist wenn ich genau das nicht möchte ?

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