Change-Prozesse: schwierig – anstrengend – schön

Veränderung ist schwierig: Alles, was bisher richtig und gut war, muss auf den Prüfstand gestellt werden. Wo stehen wir? Was hat Bestand? Was soll geändert werden? Fast alle Banken und Sparkassen müssen sich heute diesen Fragen stellen:

  • Durch die anhaltend niedrigen Zinsen brechen die traditionellen Erlösquellen weg.
  • Immer neue regulatorische Anforderungen erhöhen die Kosten.
  • Die Digitalisierung macht hohe Investitionen notwendig.
  • FinTechs als neue Mitbewerber erfordern schnelle Anpassungen bei den Kreditinstituten.

Veränderung ist anstrengend: Als Reaktion auf alle diese Herausforderungen ist überlegtes Handeln notwendig. Wie soll das eigene Institut in Zukunft positioniert sein? Wie können künftig Erträge erzielt und Kosten gesenkt werden? Wie werden die Mitarbeiter im Change-Prozess mitgenommen? Wie ist es möglich, die Bestandskunden zu halten und Neukunden zu gewinnen?

Um die Antwort auf diese Fragen zu finden, ist ein strukturierter Planungsprozess notwendig.

  • Die aktuelle Situation muss analysiert,
  • die Vision der künftigen Bank entwickelt, der Weg für die Transformation beschrieben und
  • die Mitarbeiter motiviert werden.

Veränderung ist schön: Ist das neue Geschäftsmodell und der Weg für die Transformation erst einmal gefunden, ist ein beherzter Aufbruch notwendig. Zwischenziele müssen definiert, Fortschritte dokumentiert und Pläne überprüft werden. Damit das erfolgreich möglich ist, müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Dafür ist

  • Kommunikation nach innen und außen,
  • Transparenz über die Ziele und den Weg dorthin sowie
  • Flexibilität bei der Umsetzung der geplanten Maßnahmen nötig.

Ist der Veränderungsprozess erfolgreich abgeschlossen, dann zeigt sich, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben und es bleibt das schöne Gefühl, zur Zukunftsfähigkeit des eigenen Instituts beigetragen zu haben.

Bis dann – in immer kürzeren Intervallen – der Veränderungsprozess wieder neu angestoßen werden muss.

Der Kommentar stammt aus Ausgabe 2-17 der Zeitschrift „Banken+Partner“. Schwerpunktthema: Branchenentwicklung – mit tragfähigen Konzepten zu neuen Geschäftsfeldern.

Das E-Paper zum kostenlosen Download finden Sie hier:
http://www.bankenundpartner.de/fileadmin/user_upload/pdf/Banken_Partner-E-Paper/0172_Banken_Partner.pdf

Margaretha Hamm
Chefredakteurin „Banken und Partner“

 

 


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