Compliance: Komplexes Geflecht

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Der Kampf gegen Geldwäsche bindet bei den Banken und Sparkassen viele Kapazitäten. Die Compliance-Vorschriften bringen für die Institute allerdings auch konkrete Vorteile. So können sie ihre Risiken minimieren und dadurch ihre Geschäftsergebnisse verbessern.

Welche Veränderungen die 4. EU-Geldwäscherichtlinie konkret mit sich bringt, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von „Banken+Partner“. Das kostenlose E-Paper finden Sie hier.

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Ein Kommentar zum Thema von Margaretha Hamm, Chefredakteurin „Banken+Partner“:

Komplexität = Normalität
„Komplexes Geflecht“, so lautet der Titel des Schwerpunktthemas Compliance in Ausgabe 4-2017 von „Banken+Partner“. Es beschreibt das Zusammenspiel ganz unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen und Datenschutzbestimmungen vor dem Hintergrund der 4. EU- Geldwäscherichtlinie.

Was für die Umsetzung gesetzlicher und aufsichtsrechlicher Regulierung gilt, trifft jedoch genauso auf die Herausforderungen im Kundenkontakt bei zunehmender Digitalisierung, die Rückgewinnung des Kundenvertrauens, die Umsetzung einer Social-Media-Strategie oder die Auslagerung von Back-Office-Prozessen an einen Dienstleister zu: Die Komplexität von Strukturen, Prozessen und Kontaktmöglichkeiten steigt ständig – und scheint uns manchmal zu überfordern.

Dabei ist das kein neues Phänomen. Schon seit Anbeginn der Menschheit führt jeder technische und gesellschaftliche Fortschritt zu höherer Komplexität. Von der Stammeskultur mit klaren Regeln über die Entstehung großer Staatsgebilde mit strengen Hierarchien bis zur Entwicklung westlicher Demokratien. Von der Fortbewegung zu Fuß oder zu Pferd über die Erfindung der Kutsche bis hin zur E-Mobililtät. Und vom Versand von Briefen mit Boten über die Nachrichtenübermittlung per Telegramm bis zur Nutzung von Messengern: Für die Generation, die die Veränderung miterlebt scheint die Komplexität der neuen Strukturen immer wieder einen neuen Höchststand zu erreichen.

Ganz anders sieht es bei der nachfolgenden Generation aus, die in die vermeintlich hochkomplexe Welt hineinwächst und ihre Möglichkeiten ganz selbstverständlich nutzt. Jugendliche von heute können sich nicht vorstellen, dass mechanische Schreibmaschinen, Faxgeräte und Wählscheibentelefone noch in der Generation ihrer Eltern normal waren. Sie werden auch das, was den Älteren heute so komplex erscheint, als Normalität ansehen.

Doch auch für sie wird der technische und gesellschaftliche Fortschritt die Welt immer komplexer machen – und das in einer höheren Geschwindigkeit als in den Jahrhunderten zuvor. Daher ist es wichtig sich drei Dinge klar zu machen:
Veränderung und zunehmende Komplexität sind erstens normal und können bewältigt werden. Doch nur, wenn man zweitens bereit ist, sein Leben immer wieder an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Und dazu gehört drittens auch die Bereitschaft, die Gesellschaft von morgen aktiv mitzugestalten.

Margaretha Hamm
Chefredakteurin „Banken und Partner“

 


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