Geldautomaten immer noch wichtig ?

Die Entwicklung der Geldautomaten ist für viele Banken eine strategisch wichtige Position, da in der Vergangenheit hierzu Kundentakte und auch Einnahmen generiert werden konnten.

Der folgende Artikel von Auriga bei Banken+Partner beschäftigt sich damit:

Geldautomaten bleiben wichtige Kontaktstelle zwischen Kunde und Bank

Zwischen der ersten Installation bis heute liegen 50 Jahre und seitdem hat sich viel verändert. Heute sind Geldautomaten (GAA) überall zu finden – weltweit sind es mehr als drei Millionen – und der Fortschritt hat keinen Halt gemacht. Doch welche Herausforderungen stellen sich dem Bankensektor und welche Trends werden sich in Zukunft durchsetzen und den europäischen und weltweiten GAA-Markt verändern?

Auriga hat zusammen mit ATM Marketplace die Trends in der GAA-Branche mit der Studie ATM Future Trends 2017 erforscht. Eine wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass aus Kundensicht der GAA weiterhin eine wichtige Anlaufstelle in der Kunden-Bank-Beziehung darstellt. Denn hätte der Kunde die Wahl, so würde er in seiner Nähe einen GAA einer Bankfiliale vorziehen. Gleichzeitig erwartet der Kunde mehr von einem GAA hinsichtlich der verfügbaren Services.

Aus diesem Grund müssen Banken den GAA neu erfinden: als einen vollkommen integrierten Kanal im Rahmen einer Omnichannel-Strategie.

Die Daten der Studie zeigen, dass in den USA 23 Prozent der Befragten mindestens einmal die Woche einen GAA aufsuchen, während 43 Prozent der Briten den GAA wöchentlich nutzen und etwa 31 Prozent dies mehrmals die Woche tun. Die Services, die sich die Befragten am GAA wünschen, sind vielfältig. Zu den beliebtesten, sowohl in den USA als auch in Großbritannien, zählen die beliebige Stückelung beim Ge  ldabheben und die Verfügbarkeit von  Echtzeit-Services wie die Geldüberweisung und daraufhin sofortige Verfügbarkeit auf dem Girokonto. Bei den meistgewünschten Leistung  en  stechen auch das Bezahlen von Wasser- und Gasrechnungen in Großbritannien oder die biometrische Authentifizierung am GAA, die vor allem in den USA gefragt ist, hervor.

„Wird der GAA über eine intelligente und web-basierte Omnichannel-Architektur verwaltet, wird er in Zukunft nicht nur bestehen, sondern sich weiterentwickeln, trotz der heutigen Bankenrevolution, mit starkem Fokus auf die Kundenbindung, Kosteneinsparungen und die Verbesserung der Sicherheit. Obwohl digitale Kanäle immer verbreiteter sind, bleibt der GAA die wichtigste Schnittstelle zwischen den Kunden und der Bank. Heute ist die Technologie imstande, effizient die Bankenhäuser dabei zu unterstützen, den GAA von einer einfachen Geldauszahlmaschine in einen personalisierten Kanal zu verwandeln, der in der Lage ist, ein breites Service-Angebot anzubieten sowie eine Kundenerfahrung, die an den Anforderungen des jeweiligen Kunden angepasst ist.“ Vincenzo Fiore, CEO von Auriga.

Die Rolle des Bargelds und die Entwicklung des GAA in den nächsten fünf Jahren
Für den Endkunden stellt Bargeld noch immer das sicherste Zahlungsmittel dar und aus der Studie geht hervor, dass trotz der vorhandenen Vielfalt von alternativen Bezahlungssystemen, sich die Bargeldsumme im Portemonnaie der Befragten in den vergangenen zwei Jahren nicht verändert hat – eine weitere Bestätigung der wichtigen Rolle der GAAs bei der Geldausgabe.

Daher glauben die europäischen Banken an eine interessantere Zukunft des GAA: So geben 36 Prozent an, dass ein wichtiges Entwicklungsfeld für den GAA die Integration mit dem mobilen Kanal mit seinen multiplen Anwendungen sein wird – wenn man an das kartenlose Geldabheben denkt, das über Smartphone eingeleitet und am GAA abgeschlossen wird, den Erhalt der digitalen Belege auf dem Smartphon  e oder den GAA als Zugangsinstrument für Menschen mit Sehschwäche.

So sind sich 30 Prozent der europäischen Banken einig, dass der GAA-Kanal immer wichtiger wird, vor allem bei der Neu-Aufstellung der Bankfiliale im Zeichen der unterstützten Selbstbedienung. Für 26 Prozent der Befragten wird die Rolle des GAA in den nächsten fünf Jahren kontinuierlich aufgrund der Verfügbarkeit von neuen Funktionen und Services wachsen, die den Kunden ermöglicht werden.

“In den Industrieländern und vor allem in Europa beobachten wir eine große Umwandlung der Bankfilialen“, so Auriga-CEO Fiore. Diese bringt einen zahlenmäßigen Rückgang mit sich sowie das Auftauchen von neuen Filialmodellen, die Finanzprodukte verkaufen und Beratungsservices anbieten, die jeweils auf das Profil des Kunden abgestimmt werden. Im Mittelpunkt der Filiale der Zukunft stehen also intelligente GAAs, fortschrittliche assistierte SB-Geräte, Begrüßungs-Kiosken und spezialisierte Berater, die den Kunden unterstützen und einen maßgeschneiderten Service bieten, und über eine einzige Omnichannel-Plattform integriert sind.“

Quelle: Auriga

Kommentar Hybridbanker:

  • Aus Sicht des Hybridbankers erwarte ich einen kontinuierlichen Abbau der Geldautomaten
  • Der Ersatz z.B. in Supermärkten das abheben von Bargeld weiter auszubauen wird viele Nutzer davon überzeugen, dass man „einen“ Weg weniger zur Bank hat – Apps können diese Form des abhebens „ohne“ Bargeldautomat unterstützen
  • In Konsequenz dieses kommenden Trends müssen sich Banken noch viel intensiver überlegen, wie künftig Filialen ausgestattet sind und welchem Modell diese Folgen sollen
  • Denn wenn die Geldautomaten Benutzer immer weniger werden, müssen andere Reizpunkte gesetzt werden damit die Bank-Filiale weiterhin interessant und attraktiv bleibt

Der Hybridbanker


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