Open Banking – verbünden statt bekriegen

Partnerbeitrag: www.bankenundpartner.de

Verbünden statt bekriegen

„Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, dann mache ihn Dir zum Freund.“
„Man muss das Rad nicht immer wieder neu erfinden.“
„In jeder Veränderung steckt auch eine Chance.“
Man könnte ganze Poesiealben füllen mit Sprüchen, die auf die aktuelle Situation der Banken und Sparkassen zutreffen. Denn die Branche steckt in einem Veränderungsprozess, dessen Ausmaß wohl noch niemand so genau erfassen kann. Neue Technologien, neue Regulierung und neue Mitbewerber haben dafür gesorgt, dass die Kreditinstitute sich neu erfinden müssen.

Die Kreditinstitute müssen sich für Kooperationen mit FinTechs öffnen

Um auf Dauer bestehen zu können, müssen sie nicht nur ihr Geschäftsmodell anpassen und sich neue Geschäftsfelder erschließen. Sie müssen sich auch für die Übernahme neuer, von FinTechs entwickelter, Services und Produkte öffnen. Das Schlagwort dafür lautet „Open Banking“. Gemeint ist die Anbindung externer Dienstleister und Produktpartner an die Infrastruktur des jeweiligen Kreditinstituts (siehe Seite 6). Die Vorteile eines solchen Vorgehens liegen auf der Hand. Statt neue Dienstleistungen selbst zu entwickeln, können die Institute auf inzwischen bewährte Lösungen von FinTechs zurückgreifen und diese ihren Kunden über die eigenen Kanäle zugänglich machen. Damit sind die Banken in der Lage, schnell, unkompliziert und kostengünstig Lösungen anzubieten, die den Vorstellungen und Erfahrungen der Kunden entsprechen.

Das Kopieren bestehender Entwicklungen hat nur in Ausnahmefällen Erfolg

Denn dass es nicht sinnvoll ist, eine bestehende Lösung einfach zu kopieren, zeigt das Beispiel von paydirekt. An dieser Stelle haben die deutschen Banken und Sparkassen den Aufstieg von Pay-Pal völlig verschlafen. Die noch sehr geringen Marktanteile von paydirekt machen deutlich, dass es extrem schwierig ist, ein bestehendes und inzwischen etabliertes Produkt zu ersetzen. Die Institute tun also gut daran, den Markt der FinTechs genau zu beobachten und interessante Lösungen in ihr Portfolio zu übernehmen ein Weg, den viele Institute in den vergangenen Monaten bereits beschritten haben. Denn auch die Banken haben den jungen Start-ups einiges zu bieten: das Vertrauen ihrer Kunden und einen großen Kunden-
stamm. Wenn die Institute solche Kooperationen eingehen, werden sie zum Dreh- und Angelpunkt des Kundenkontakts (siehe Seite 8). Zu einer Plattform auf der die Kunden all das finden, was sie benötigen, wenn es um um Dienstleistungen geht, die ihnen nicht nur in finanziellen Belangen das Leben leichter machen.
 
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Margaretha Hamm
Chefredakteurin „Banken und Partner“

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