Tag 3 ASG – Das Thema der Zukunft: Welchen Daten darf ich vertrauen ?

Der letzte Tag einer denkwürdigen IT Konferenz, die einiges in meinem kommenden Handeln verändern wird. Aber das Fazit kommt ja bekanntlich erst zum Schluss. Deshalb möchte ich erstmal meine Eindrücke des dritten Tages mit euch teilen. 

Ein sehr erfrischendes Interview führte ASG CEO Charles Sansbury mit R “Ray” Wang. Der bekannte Buchautor und Unternehmensgründer Wang ist Experte für digitale Disruptionen. Er brachte die Veränderungen und Potentiale, die KI für moderne Unternehmen mit sich bringt in einfachen Beispielen auf den Punkt.

Hier ein paar meiner persönlichen Impressionen aus dem Interview:

 „Wenn ein Pizzadienst es schafft, dass jeder, der eine Pizza geliefert bekommt ein Foto von der Bestellung postet (…) dann braucht es nur noch eine gut geschulte KI (Künstliche Intelligenz), die automatisch das Nutzungsverhalten erkennt und den Trend des Tages an alle weiteren Interessenten publiziert. Geschmack, Aussehen, Zusammensetzung – eine KI kann da eine besonders gut passende Komposition erstellen. Der Verkaufserfolg ist damit fast schon vorprogrammiert…“

„Auch Legacy-Systeme sind häufig schon mobil abgebildet – nur bemerkt man das einfach nicht mehr (…) denn die Daten der Mainframes sind die Ware, die an die Nutzer herausgegeben wird. Es ist entscheidend, ob Firmen diese Möglichkeiten erkennen und sich mit der Orchestrierung der eigenen Daten Chancen für New Business eröffnet.“

Und last but not least:

„Woran erkennt man, ob eine Firma verstanden hat, was in den nächsten Jahren entscheidend ist? Die Investitionen in die IT !!! Daran erkennst du, ob die Strategie der Firma ernst gemeint ist oder ob man weiter macht wie bisher.“

Jetzt möchte ich noch die Brücke zwischen KI und Banking schlagen und euch das Podcast Interview „Banken Disruption“ vorstellen, das mein neuer Kommunikationsguru Johannes Ceh in Dallas im Rahme der evolve19 mit zwei Experten führte.

Banken Disruption

Die Prozesse von Banken sind komplex und für Kunden schwer nachvollziehbar.  Muss das so sein? Wie es gelingt diese effizienter zu gestalten, erklären Bernhard Janischowsky und Michael Kelch

Dieser Podcast behandelt folgende Fragen: 
– Womit hängt es zusammen, dass die Prozesse von Financial Services oft komplex und nicht transparent sind? 
– Wie kann es gelingen, Financial Services für den Kunden effizienter und transparenter zu gestalten? 
– Welche Eckpfeiler gilt es bei einer solchen Transformation zu beachten, schliesslich will der Kunde ja auch weiterhin eine sichere Anlage und vor potentiellen Gefahren wie Geldwäsche geschützt werden.

Wer kennt es nicht: Zur Taufe erhalten Kinder oft von den Großeltern ein Sparbuch. Der Zögling freut sich, wenn darauf eingezahlt wird, erkennt jedoch mit der Zeit, es gibt auch effizientere Anlagen. Und nicht nur das: In Zeiten von User Experience und Customer Experience fällt Kunden schnell auf, dass insbesondere bei bewährten Bankhäusern Prozesse wie ein Konto zu gründen oder aufzulösen, sich in die Länge ziehen können. Gerade wenn solche Prozesse nicht nachvollziehbar sind, kann es passieren, dass der Kunde vergleicht und sich fragt: Warum dauert das so lange? Geht das nicht effizienter? 

Doch geht dies wirklich so einfach? Wie kann es gelingen, Financial Services für den Kunden effizienter und transparenter zu gestalten? 

Bernhard Janischowsky ist Co-Gründer und Chief Commercial Officer von 4th – IR, ein Start-Up, welches durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz Business Prozesse und Transformationen verständlicher und effizienter gestaltet.

Michael Kelch ist Regional VP Sales Zentral Europa bei ASG Technologies. 
ASG optimiert seit über 25 Jahren 85 Prozent der weltweit komplexesten IT-Organisationen mit Focus Informationsmanagement, Datenanalyse, Archivierung und Content Management.

PODCAST

Hier der Link Podcast BANKEN DISRUPTION

Meine 5 Learnings aus dem Podcast

  1. Auch über 30 Jahre alte Software, die bei Banken ja nicht selten ist, muss den Sprung in moderne Anwendungen schaffen – über die Daten und dazu passende Software- Lösungen wird das auch funktionieren.
  2. Eine KI, die künftig die Geldgeschäfte ethisch sensibel abbilden kann und dies dem Nutzer transparent aufzeigt, wird große Chancen haben die Banken disruptiv zu erwischen.
  3. In einer Zeit, in der digitale Ökosysteme geschaffen werden, um Kundennutzen neu zu gestalten wird eine KI den Unterschied ausmachen, ob ein Nutzer wieder kommt oder nicht.
  4. Die Digitale Transformation hat die Banken bereits erfasst und zwar an dem Fundament, auf dem sie stehen – den Daten!  Die Anwendungen, die diese verwalten sind austauschbar – hier braucht es neue Software und passende moderne Software Architekturen.
  5. In den USA fragt man sich aktuell: „Wie kann ich mit der KI mehr Geld verdienen?“ In Deutschland heißt es hingegen derzeit eher: „Wie kann ich eine KI ethisch regulieren und die Prozesse zertifizieren“ Es wird sich bald zeigen, wie Europa und vor allem Deutschland diesen Wettbewerb gestalten wird.
  6. Der Hybridbanker wird den Weg der KI aktiv mitgestalten – wer möchte diesen Weg mit mir zusammen vorwärts bringen ?

Der Hybridbanker wird sich intensiv mit KI Konzeptionen beschäftigen – ich bin davon überzeugt, dass hier noch eine Chance für alle Finanzdienstleister und deren Geschäftsmodelle liegt – wenn, ja wenn jetzt Projekte und Konzepte dafür realisiert und nicht nur diskutiert werden…

Euer Hybridbanker


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