Smartphone – nur jeder Dritte macht Überweisungen !

Bei aller Euphorie für das Smartphone und dem Trend möglichst viele Funktionen – natürlich nutzerorientiert – anzubieten, zeigt sich laut einer Umfrage der Bitkom folgender Status: nur jeder Dritte nutzt die technisch ausgereifte Funktion der Überweisung auf dem Smartphone.

Hier ein paar Details aus dem Artikel der Bitkom „Auf dem Smartphone wird vor allem der Kontostand gecheckt„:

Wer Online-Banking auf Smartphone oder Tablet nutzt, verschafft sich dort vor allem einen Überblick über seinen Kontostand. Nur eine Minderheit nutzt Mobilgeräte dazu, Geld zu überweisen, Wertpapiere zu kaufen oder gar einen Kredit zu beantragen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 1.006 Bundesbürgern im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

„Heute wird das Smartphone vor allem dazu genutzt, mal schnell den Kontostand zu checken. Morgen wird das Smartphone eine vollwertige, rund um die Uhr erreichbare Bankfiliale in der Hosentasche sein“ und „Mit dem Smartphone lässt sich etwa eine Rechnung abfotografieren und der fällige Betrag bequem überweisen, ohne eine einzige Eingabe tätigen zu müssen. Dank der biometrischen Sicherheitsfunktionen der heutigen Smartphones wie Fingerabdruckscanner ist das nicht nur bequem, sondern auch extrem sicher.“

sagt Bitkom-Finanzexperte Julian Grigo.

Keine Überweisung auf dem Smartphone obwohl bester Freund ?

Infografik: Ziemlich bester Smartphone-Freund | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Mit dieser Erkenntnis stellt sich z.B. folgende Frage:

Warum werden immer ausgereiftere Funktionen zur Überweisung in  Apps angeboten, wenn Sie doch nicht genutzt werden ?

Meine Interpretation: Der nach wie vor sicherheitsbewusste Bürger möchte die sensible Transaktion nur an seinem PC machen – dort läuft ja möglicherweise ein Virenscanner – denn auf dem Smartphone ist ja so etwas noch nicht eingerichtet. Andererseits wird im eCommerce sehr häufig mit PayPal oder Kreditkarte bezahlt – eine Überweisung machen nur noch wenige Nutzer.

Die Zunahme der Angriffe auf mobile Endgeräte nimmt zu – siehe aktuelle Grafik:

Quelle: https://securelist.com/it-threat-evolution-q2-2018-statistics/87170/

Ergebnisse aus der Bitkom Studie in Kürze:

  • 95 Prozent der Bundesbürger, die Online-Banking mit Smartphone oder Tablet nutzen, gaben an, dass sie auf dem Gerät ihren Kontostand prüfen.
  • Zwei Drittel (69 Prozent) lassen sich auf das Mobilgerät Benachrichtigungen schicken, wenn etwa das Gehalt auf dem Konto eingegangen ist oder sie ihr Konto überzogen haben und Dispo-Zinsen fällig werden.
  • Aber nur rund jeder Dritte führt Überweisungen mit Smartphone oder Tablet durch (34 Prozent) oder richtet Daueraufträge ein oder verändert sie (29 Prozent).
  • Jeder Vierte (24 Prozent) kauft oder verkauft Wertpapiere, 15 Prozent nutzen Mobilgeräte um sich per Mail oder Live-Chat zu ihren persönlichen Finanzen beraten zu lassen.

Welche Erkenntnisse sollte man aus dieser repräsentativen Umfrage in neue Projekte einfliessen lassen ?

Meine Tipps:

  1. Die Überweisung auf dem Smartphone ist für viele Bürger eine technische Neuheit die beworben und erklärt werden muss – vor allem dann, wenn dies mit Fototechnik und Biometrie verbunden ist
  2. Zielgruppenorientierte Apps die bewusst auf die Überweisung verzichten können eine Brücke oder sogar eine dauerhafte Lösung darstellen – siehe auch meine Artikel Banken brauchen Zielgruppen Apps und Eine Bank braucht mehr als drei Apps !
  3. Banken sollten die Benachrichtigung = Push-Notifikation mit Content-Marketing und Landingpages anreichern um den Nutzern Mehrwerte zu bieten mit dem Ziel, die Nutzung von weiteren Funktionen oder Services zu steigern

Wer hat noch weitere Tipps um die Nutzung der Überweisung am Smartphone zu steigern ?

Ich freue mich über Kommentare 🙂

Euer Hybridbanker


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